Pokorny

 Was ist Kanumarathon?

Kanumarathon wird auf allen Gewässern, meistens aber auf Flüssen oder Kanälen ausgetragen. Doch keine Strecke ist wie die andere. Oftmals ändern sich die Gegebenheiten einer Strecke von Jahr zu Jahr. Durch unterschiedliche Fließgeschwindigkeiten entstehen veränderte Wassertiefen. Aber auch Strömungsverhältnisse, Untiefen und viele andere Einflüsse der Natur verändern die Strecke. Das ist eben Natur pur!
Der besondere Reiz daran ist, das die Marathonrennsportler  die Strecken-verhältnisse so nehmen müssen, wie sie sie vorfinden.


Beim Kanumarathon wird das Starterfeld in verschiedene Boots- und Altersklassen eingeteilt. Im Gegensatz zum Kanurennen wird nur in Kleinbooten, das heisst in Einer oder Zweier gefahren. Bei den Bootstypen unterscheidet man zwischen Canadier und Kajak. Allerdings sind die Marathonboote etwas leichter als normale Rennboote.
In den Altersklassen wird nach der Länge der Strecke unterschieden. So fahren die Junioren Rennen über 20 bis 24 km, die Herren bzw. Damen ca. 42 km. Bei den Senioren gleicht die Streckenlänge denen der Junioren.

Ein Erfolg in diesem schönen, aber auch Kräfte raubenden Sport setzt ein intensives Training voraus. Dazu gehört außer dem Training auf dem Wasser, bei dem pro Trainingseinheit zwischen 15 und 25 km gefahren werden, auch intensives Lauf- und Ausdauertraining. Doch zu einer guten Vorbereitung gehört auch die richtige Ernährung. Die Sportler müssen darauf achten, die nötigen Mengen an Kohlenhydraten, Vitaminen, Calzium und Magnesium zu sich zu nehmen.

Beim Start liegen die Boote auf einer Linie, sofern dies die örtlichen Gegebenheiten zulassen. Während des Rennens ist es den Fahrern gestattet, auf der Sog- bzw. Seitenwelle des Gegners mitzufahren und so Kraft zu sparen oder um zu einem Überholmanöver starten können.
Wenn dann die rot - gelben Schilder oder Fahnen zu sehen sind, heisst es für die Fahrer vor der 1. Markierung anlanden, aussteigen und im Laufen das Boot über der Schulter oder in der Hand bis zur nächsten Markierung zu tragen. Die Laufstrecken können wenige Meter, aber auch mehrere hundert Meter lang sein. Meist führen sie über Treppen, Anhöhen oder durch Wälder und sind dadurch dür die gespannten Zuschauer am interressantesten. Denn schon oft fielen auf diesen Strecken Boote zurück, die bis dahin in Führung lagen.
Während dieser Portagen ist auch meist die einzige Möglichkeit zu seinen Team Kontakt aufzunehmen um Getränke oder Nahrung zu erhalten, die Kleidung zu wechseln, kleine Reperaturen ausführen zu lassen oder um beschädigte Ausrüstung auszutauschen.
Bei der zweiten Markierung angekommen, heißt es dann, das Boot wieder zu Wasser lassen und die Fahrt fortsetzen. Während eines Rennens sind bis zu 6 solcher Portagen möglich. Die Dauer eines Rennens beträgt etwa 3 Stunden.

 


Bootstypen

Es gibt zwei verschiedene Bootstypen die man unter dem Oberbegriff Kanu einordnen kann; das Kajak und den Canadier. Beide Bootstypen können zudem in zahlreiche weitere Untergruppen aufgeteilt werden.

Das Kajak

Das auffälligste Merkmal des Kajaks ist, das dieser Bootstyp mit einem Doppelpaddel gefahren wird. Man sitzt dabei mit ausgestreckten Beinen unter einem geschlossenen Deck. Es ist in der Regel schmaler gebaut ist als ein Canadier. Das Kajak wird also von seinem Fahrer abwechselnd mal links und mal rechts angetrieben
und besitzt in den meisten  Fällen eine Steueranlage, die mit den Füßen betätigt wird. Die Nachteile gegenüber dem Canadier liegen bei der schwerer erlernbaren Technik und seiner geringeren Zuladekapazität.
Durch unterschiedliche Rumpfformen ermöglicht es das Befahren von Meeren, und es wird außerdem für Wildwasserfahrten und den Rennsport eingesetzt.

Der Canadier

Im Gegensatz zum Kajak ist der Canadier ein offenes Boot und wird mit einem Stechpaddel fortbewegt. Das Boot wird also einseitig angetrieben. Gleichzeitig wird es mit diesem Paddel auch gesteuert. Man paddelt beim Canadier im Knien oder von einem erhöhten Sitz.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit dieser Boote ist im Breitensport geringer als im Kajak, dafür weisen sie aber meist mehr Stauraum auf. Außerdem ist die Technik leichter zu erlernen und der Kraftaufwand verteilt sich auf größere Körperbereiche.
Ebenfalls werden je nach Verwendungszweck auch Canadier in verschiedenen Rumpfformen hergestellt.

In den Wettkämpfen wird dieser Bootstyp darüber hinaus nur im Knien gefahren.


Weitere Untergruppen:

Für die verschieden Einsatzzwecke gibt es zahlreiche extra Bootstypen. Zum Beispiel Canadier und Kajaks für den Rennsport oder spezielle Wildwasserboote. Bei Canadiern werden häufig so genannte Schlauch- Canadier genutzt. Für den Einsatz auf Küstengewässern gibt es außerdem spezielle Seekajaks. Zahlreiche weitere spezielle Bootstypen runden das vielfältige Angebot ab.